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Kritischer Rationalismus []

Kritischer Rationalismus

A: 'aqlānīya an-naqdīya. – E: critical rationalism. - F: rationalisme critique. – R: kritičeskij racionalizm. - S: racionalismo crítico. - C: pipanlixingzhuyi 批判理性主义

Sebastiano Ghisu

HKWM 8/I, 2012, Spalten 186-197

KR ist eine philosophische Denkrichtung, die von Karl Raimund Popper initiiert wurde und deren Hauptvertreter u.a. Hans Albert, William W. Bartley III, John W. N. Watkins und David W. Miller sind. Erkenntnistheoretischer Kern ist der Falsifikationismus, demzufolge eine Theorie nur dann als wissenschaftlich bezeichnet werden darf, wenn sie empirisch widerlegbar ist. Der KR wurde systematisch erstmals in Poppers Logik der Forschung (1934) dargestellt und als allgemeine philosophische Position erst in den nachfolgenden Werken Das Elend des Historizismus (1936, veröffentlicht 1944/45, als Buch 1957) und Die offene Gesellschaft und ihre Feinde (1945) entfaltet. Spätere Werke Poppers zum KR – v. a. Objektive Erkenntnis (1972) – sowie die Arbeiten anderer Vertreter bauen auf diesen Grundlagen auf.

Die Geschichte des KR ist eng mit dem Marxismus verbunden. Schon beim Übergang vom erkenntnistheoretischen Kern zur allgemeinen philosophischen Theorie spielte die Kritik an einem pauschal verstandenen Marxismus eine entscheidende Rolle. Dabei hat sich der KR gegen den Marxismus definiert, sich als Alternative zu ihm verstanden und wurde als solche propagiert. Trotzdem wurde er von marxistischer Seite meist ignoriert. Es gab allerdings einige Zusammenstöße: den ersten in Westdeutschland in den 1960er Jahren unter der Bezeichnung »Positivismusstreit«, bei dem es u.a. darum ging, ob, wie und inwieweit die kritische Wertung der Gesellschaft notwendiger Bestandteil ihrer Erkenntnis sei (Adorno u. Habermas) und ob einzelne Tatsachen als solche zu begreifen seien (Popper) oder nur als Bestandteile eines von Widersprüchen durchdrungenen Ganzen (Adorno). Es blieb die systematischste und konsequenteste marxistische Kritik am KR. Beim zweiten Zusammenstoß in den 70er Jahren reagierten marxistische Autoren eher sporadisch auf den wachsenden kulturellen Erfolg des KR sowie seine Annahme als Alternative zum Marxismus durch Teile der Labour Party Großbritanniens (Magee 1973), der SPD (Lührs u. a. 1975) und der Italienischen Sozialistischen Partei (Mondoperaio 1981). Popper wurde zum »offiziellen Philosophen« des Antikommunismus (Geymonat 1983/1998). Solchen Erfolg verdankte der KR seiner Positionierung gegen den Marxismus – obwohl er durch die erkenntnistheoretischen und wissenschaftshistorischen Arbeiten von Thomas S. Kuhn, Paul Feyerabend und Imre Lakatos seit den 1960er Jahren stark infrage gestellt worden war.

Analyse/Synthese, Anwendung, Begriff, Bestimmung/Determination, Darwinismus, Dialektik, Epistemologie, Erkenntnis, Erkenntnistheorie, Evolution, Evolutionismus, Experiment, Falsifikationismus, Fortschritt, Gesetz (soziales), Historismus, innen/außen, Kampf ums Dasein, Krise des Marxismus, Kritik, Metaphysik, methodologischer Individualismus, Neukantianismus, Objektivität, Philosophie, Positivismus, Positivismusstreit, Rationalität, Subjekt-Objekt, Theorie, Trennung, Utopie, verstehen/erklären, Wissenschaft, Wissenschaftstheorie

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