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Gesellschaft []

Gesellschaft

A: al-muǧtama‛. – E: society. – F: société. – R: obščestvo. – S: sociedad. – C: shehui

Larry Portis, Werner van Treeck

HKWM 5, 2001, Spalten 545-564

Unter G werden gewöhnlich verschiedene Elemente – wie soziale Homogenität, Kultur, Territorialität, politisch-institutionelle Ordnung – zusammengefasst, die in Beschreibungen menschlicher Kollektive allgemein akzeptiert sind. Zugleich gründet jeder allgemeine Begriff von G auf Annahmen über die menschliche Natur und ihre gesellschaftliche Entwicklung, die zumeist unausgesprochen und deshalb ungeprüft bleiben. G ist ein moderner Begriff. Seine Entwicklung begleitet die der bürgerlichen Gemeinwesen, charakterisiert durch repräsentative Demokratie und soziale Klassenspaltung. Das Wort ›G‹ kann jedoch ins 16. Jh. zurückverfolgt werden und – was seinen sachlichen Gehalt betrifft – bis zu den griechischen und römischen Wurzeln des politisch-sozialen Denkens. Vor dem 19. Jh. bezog man sich auf Menschengruppen innerhalb einer Bevölkerung, aber nicht auf die Totalität solcher Gruppen. Die Begründung liegt in den vorindustriellen Gemeinwesen selbst: Die antiken und feudalen Hierarchien, gegründet auf Sklaverei und in Knechtschaft unterworfene Klassen, konnten einen begrifflichen Zusammenschluss von Eliten und Unterdrückten nicht zulassen. Daher entsprach die sprachliche Trennung der realen. Die Idee von G war undenkbar, weil sie keine Funktion hatte und die bestehenden Institutionen und kulturellen Ordnungen bedroht hätte. In den antiken wie in den feudalen Systemen waren Überschreitungen der sozialen Grenzen subversiv; erst die bürgerlichen Revolutionen machten sozialen Konsens und nationale Einheit ideologisch notwendig und bereiteten damit dem Begriff der G den Boden.

Die besondere Stärke des marxschen G-Begriffs ist seine Fähigkeit, die Mystifikationen von Kollektivbezeichnungen – wie Nation, Staat, Volk –, die die großen politischen und ökonomischen Transformationen begleiteten, zu enträtseln. Die sozialen Veränderungen verlangten wirksamere Handlungsantriebe als bloße Appelle an Vernunft und guten Willen. Marx stellte eine Erklärung gesellschaftlicher Entwicklung bereit, die Analyse, Kritik und eine Theorie revolutionärer Umwälzung verbindet. Mit seinen Begriffen der Klassen und des Klassenkampfes als »Motor« der Veränderung in kapitalistischen G.en (und in der menschlichen Geschichte) schuf er eine Grundlage für gesellschaftliche Analyse und politisches Handeln.

Arbeit, Arbeitsteilung, Bourgeoisie, Bürgerkrieg, bürgerliche Entwicklung Deutschlands, bürgerliche Gesellschaft, bürgerliche Revolution, Bürgerrechte, Bürokratie, Demokratie, Elemente der neuen Gesellschaft, Elite, Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse, Fabrikgesetzgebung, Familie, Ganzes, Gemeinschaft, Gemeinwesen, Gemeinwirtschaft, Gesamtarbeit, gesellschaftliche Gerichte, gesellschaftlich notwendige Arbeit/Arbeitszeit, Gesellschaftsformation, Gesellschaftstheorie, Gesellschaftsvertrag, Gewaltenteilung, Globalisierung, Herrschaft, herrschende Klasse, Industriegesellschaft, Informationsgesellschaft, internationale Zivilgesellschaft, Kapitalismus, Klassenanalyse, Klassenkampf, klassenlose Gesellschaft, Konsumgesellschaft, Kritik der politischen Ökonomie, Lohnarbeit, Marktwirtschaft, Nation, nationale Bourgeoisie, Nationalstaat, Neoliberalismus, öffentliche Meinung, Öffentlichkeit, organisierter Kapitalismus, Patriarchat, Politik, Postindustrialismus, Postmoderne, privat/gesellschaftlich, Privateigentum, Privatisierung, Produktivkräfte, Produktionsverhältnisse, Produktionsweise, Recht, Rechtsstaat, Revolution, Sklaverei/Sklavenhaltergesellschaft, sowjetische Gesellschaft, Sozialstaat, Staat, staatsmonopolistischer Kapitalismus, Städtewesen, Totalität, Überflussgesellschaft, Übergangsgesellschaften, Vergesellschaftung, Verkehrsverhältnisse, Volk, Volksdemokratie, Volkseigentum, Zivilgesellschaft, Zwei-Drittel-Gesellschaft

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