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k:kulturhistorische_schule [2013/03/16 15:22]
christian
k:kulturhistorische_schule [2018/02/26 21:29] (aktuell)
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 Angesichts der zeitlichen Spanne und der geschichtlichen Umbrüche zwischen ihrer Entstehung und ihrer Neuentdeckung sind Bedeutung und Umwälzungsfermente der kh Theorie neu freizulegen. Die KhS eröffnet in der Geschichte der Psychologie insofern ein neues Kapitel, als sie in der dialektischen materialistischen Philosophie verankert ist und in ihren theoretischen Lehren und praktischen Anwendungen auf soziale <!--[-->[[g:Gerechtigkeit|Gerechtigkeit]]<!--]--> und <!--[-->[[g:Gleichheit|Gleichheit]]<!--]--> orientiert. Diese Aufladung erklärt ihre anhaltende Anziehungskraft auf diejenigen, die emanzipatorische Theorien menschlicher [[e:Entwicklung]] ausarbeiten wollen. Das politische Ethos des Projekts der KhS schlägt sich praktisch nieder in Projekten zur Verbesserung der <!--[-->[[e:Erziehung|Erziehung]]<!--]-->. Ihre Untersuchungen zur ›Natur‹ des Menschen, zu den geistigen Fähigkeiten und zum <!--[-->[[l:Lernen|Lernen]]<!--]--> verbinden sich am Ende des 20. Jh. mit der an Einfluss gewinnenden Forschung zur (situierten, kooperativen, verkörperten, verteilten) Kognition, zum partizipativen Lernen, zu Praxis-Gemeinschaften und mit den dynamischen Systemtheorien. Sie hat Bedeutung erlangt für die pädagogische und die Entwicklungspsychologie, für Organisationsanalysen, Sprach- und <!--[-->[[k:Kommunikation|Kommunikation]]<!--]-->sforschung. Besondere Anwendungsschwerpunkte sind Entwicklungsprogramme für taubstumme Kinder (Mescheryakov 1979; vgl. Bakhurst/Padden 1991) und Erziehungsprogramme (Dawydow 1972; vgl. Arievitch/Stetsenko 2000). Die hier erzielten Ergebnisse verschaffen einer zentralen Auffassung der Wygotski-Schule empirische Bestätigung: dass menschliche Entwicklung sich als historisch-gesellschaftlicher Prozess vollzieht und dass alle Menschen, entgegen der Auffassung ›natürlicher‹ Begabungen oder ›nicht behandelbarer‹ Defizite, unbegrenzte Fähigkeiten haben, wenn sie Zugang zu den nötigen kulturellen Werkzeugen und soziale Unterstützung erhalten. Angesichts der zeitlichen Spanne und der geschichtlichen Umbrüche zwischen ihrer Entstehung und ihrer Neuentdeckung sind Bedeutung und Umwälzungsfermente der kh Theorie neu freizulegen. Die KhS eröffnet in der Geschichte der Psychologie insofern ein neues Kapitel, als sie in der dialektischen materialistischen Philosophie verankert ist und in ihren theoretischen Lehren und praktischen Anwendungen auf soziale <!--[-->[[g:Gerechtigkeit|Gerechtigkeit]]<!--]--> und <!--[-->[[g:Gleichheit|Gleichheit]]<!--]--> orientiert. Diese Aufladung erklärt ihre anhaltende Anziehungskraft auf diejenigen, die emanzipatorische Theorien menschlicher [[e:Entwicklung]] ausarbeiten wollen. Das politische Ethos des Projekts der KhS schlägt sich praktisch nieder in Projekten zur Verbesserung der <!--[-->[[e:Erziehung|Erziehung]]<!--]-->. Ihre Untersuchungen zur ›Natur‹ des Menschen, zu den geistigen Fähigkeiten und zum <!--[-->[[l:Lernen|Lernen]]<!--]--> verbinden sich am Ende des 20. Jh. mit der an Einfluss gewinnenden Forschung zur (situierten, kooperativen, verkörperten, verteilten) Kognition, zum partizipativen Lernen, zu Praxis-Gemeinschaften und mit den dynamischen Systemtheorien. Sie hat Bedeutung erlangt für die pädagogische und die Entwicklungspsychologie, für Organisationsanalysen, Sprach- und <!--[-->[[k:Kommunikation|Kommunikation]]<!--]-->sforschung. Besondere Anwendungsschwerpunkte sind Entwicklungsprogramme für taubstumme Kinder (Mescheryakov 1979; vgl. Bakhurst/Padden 1991) und Erziehungsprogramme (Dawydow 1972; vgl. Arievitch/Stetsenko 2000). Die hier erzielten Ergebnisse verschaffen einer zentralen Auffassung der Wygotski-Schule empirische Bestätigung: dass menschliche Entwicklung sich als historisch-gesellschaftlicher Prozess vollzieht und dass alle Menschen, entgegen der Auffassung ›natürlicher‹ Begabungen oder ›nicht behandelbarer‹ Defizite, unbegrenzte Fähigkeiten haben, wenn sie Zugang zu den nötigen kulturellen Werkzeugen und soziale Unterstützung erhalten.
  
-➫ <!--[-->[[a:Aneignung|Aneignung]]<!--]-->, <!--[-->[[a:Anthropologie|Anthropologie]]<!--]-->, [[a:Arbeit]], [[b:Bedeutung]], <!--[-->[[b:Bedürfnis|Bedürfnis]]<!--]-->, [[b:Bewußtsein|Bewusstsein]], [[d:Denken]], <!--[-->[[d:Dialektik|Dialektik]]<!--]-->, <!--[-->[[e:Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse|Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse]]<!--]-->, [[e:Entwicklung]], <!--[-->[[e:Erfahrung|Erfahrung]]<!--]-->, [[e:Erziehung]], <!--[-->[[f:Feuerbach-Thesen|Feuerbach-Thesen]]<!--]-->, <!--[-->[[f:funktional-historische Analyse|funktional-historische Analyse]]<!--]-->, <!--[-->[[g:Gefühle, Emotionen|Gefühle/Emotionen]]<!--]-->, <!--[-->[[g:Geist|Geist]]<!--]-->, [[h:Handlung]], <!--[-->[[h:Handlungsfähigkeit|Handlungsfähigkeit]]<!--]-->, <!--[-->[[h:Hirnforschung|Hirnforschung]]<!--]-->, <!--[-->[[h:historische Individualitätsformen]]<!--]-->, <!--[-->[[h:historischer Materialismus|historischer Materialismus]]<!--]-->, <!--[-->[[i:Idealismus/Materialismus]]<!--]-->, [[i:Individualität]], <!--[-->[[i:individuelle Reproduktion|individuelle Reproduktion]]<!--]-->, <!--[-->[[i:Individuum|Individuum]]<!--]-->, <!--[-->[[i:innen/außen|innen/außen]]<!--]-->, <!--[-->[[i:Intelligenz|Intelligenz]]<!--]-->, <!--[-->[[k:Kinder, Kindheit|Kinder/Kindheit]]<!--]-->, <!--[-->[[k:Kollektiv/Gruppe]]<!--]-->, <!--[-->[[k:kollektives Handeln|kollektives Handeln]]<!--]-->, [[k:Kommunikation]], <!--[-->[[k:Kooperation|Kooperation]]<!--]-->, [[k:Kopf und Hand]], <!--[-->[[k:Kritische Psychologie|Kritische Psychologie]]<!--]-->, [[k:Kultur]], [[l:Lernen]], Materialismus, Menschwerdung, Naturgeschichte, Nerventätigkeit (höhere), Neuer Mensch, Oktoberrevolution, Pawlowismus, Persönlichkeit (allseits entwickelte), Persönlichkeitstheorie, Praxis, Psychoanalyse, Psychologie, Schule, Sein/Bewusstsein, Selbstveränderung, Sinn, Sprache, Stalinismus, Subjekt, Subjektwissenschaft, Tätigkeit, Vergegenständlichung, Verhalten, Werkzeug, Wesen des Menschen, Widerspiegelung, Wille, Zeichen+➫ <!--[-->[[a:Aneignung|Aneignung]]<!--]-->, <!--[-->[[a:Anthropologie|Anthropologie]]<!--]-->, [[a:Arbeit]], [[b:Bedeutung]], <!--[-->[[b:Bedürfnis|Bedürfnis]]<!--]-->, [[b:Bewußtsein|Bewusstsein]], [[d:Denken]], <!--[-->[[d:Dialektik|Dialektik]]<!--]-->, <!--[-->[[e:Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse|Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse]]<!--]-->, [[e:Entwicklung]], <!--[-->[[e:Erfahrung|Erfahrung]]<!--]-->, [[e:Erziehung]], <!--[-->[[f:Feuerbach-Thesen|Feuerbach-Thesen]]<!--]-->, <!--[-->[[f:funktional-historische Analyse|funktional-historische Analyse]]<!--]-->, <!--[-->[[g:Gefühle, Emotionen|Gefühle/Emotionen]]<!--]-->, <!--[-->[[g:Geist|Geist]]<!--]-->, [[h:Handlung]], <!--[-->[[h:Handlungsfähigkeit|Handlungsfähigkeit]]<!--]-->, <!--[-->[[h:Hirnforschung|Hirnforschung]]<!--]-->, <!--[-->[[h:historische Individualitätsformen]]<!--]-->, <!--[-->[[h:historischer Materialismus|historischer Materialismus]]<!--]-->, <!--[-->[[i:Idealismus/Materialismus]]<!--]-->, [[i:Individualität]], <!--[-->[[i:individuelle Reproduktion|individuelle Reproduktion]]<!--]-->, <!--[-->[[i:Individuum|Individuum]]<!--]-->, <!--[-->[[i:innen/außen|innen/außen]]<!--]-->, <!--[-->[[i:Intelligenz|Intelligenz]]<!--]-->, <!--[-->[[k:Kinder, Kindheit|Kinder/Kindheit]]<!--]-->, <!--[-->[[k:Kollektiv/Gruppe]]<!--]-->, <!--[-->[[k:kollektives Handeln|kollektives Handeln]]<!--]-->, [[k:Kommunikation]], <!--[-->[[k:Kooperation|Kooperation]]<!--]-->, [[k:Kopf und Hand]], <!--[-->[[k:Kritische Psychologie|Kritische Psychologie]]<!--]-->, [[k:Kultur]], [[l:Lernen]], Materialismus, <!--[-->[[m:Menschwerdung|Menschwerdung]]<!--]-->, Naturgeschichte, Nerventätigkeit (höhere), Neuer Mensch, Oktoberrevolution, Pawlowismus, Persönlichkeit (allseits entwickelte), Persönlichkeitstheorie, Praxis, Psychoanalyse, Psychologie, Schule, Sein/Bewusstsein, Selbstveränderung, Sinn, Sprache, Stalinismus, Subjekt, Subjektwissenschaft, Tätigkeit, Vergegenständlichung, Verhalten, Werkzeug, Wesen des Menschen, Widerspiegelung, Wille, Zeichen
  
  
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