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-In der neoklassischen Ökonomie werden soziale und ökologische Folgen der gesellschaftlichen Produktion, die nicht monetär erfasst werden, bzw. Kosten, die in der Wirtschaftsrechnung der sie verursachenden Betriebe nicht auftauchen und auf Dritte abgewälzt werden, als externe Kosten bezeichnet. Erste Versuche zur Darstellung der Ursachen und Wirkungen externer Kosten gehen auf Alfred Marshall (1890) und Arthur C. Pigou (1920) zurück. Externe Kosten spielen zwar in der neoklassischen Umweltökonomie eine größere Rolle, sie haben jedoch nicht die Bedeutung, die ihnen zukommt, obwohl es in dieser Schule inzwischen unstrittig ist, dass »externe Kosten als eine der wesentlichen Ursachen der Umweltzerstörung in marktwirtschaftlichen wie planwirtschaftlichen Systemen angesehen werden müssen« (Wicke 1993). In Abgrenzung zur Neoklassik misst die institutionelle Ökonomie dem Phänomen externer Kosten deutlich größere Bedeutung bei. Karl William Kapp (1950) hat dazu erste zukunftsweisende Überlegungen geliefert. Bei Marx und in den klassischen [[i:Imperialismus]]theorien werden Teilaspekte der K im Zusammenhang mit dem [[a:Ausbeutung]]sbegriff thematisiert, ohne jedoch K als eigenständige [[k:Kategorie]] in Betracht zu ziehen. Marx’ metaphorisch erscheinender [[b:Begriff]] der »[[e:Exkremente der Produktion]]« (vgl. Czeskleba-Dupont 1997) erfasst von der Analyse der kapitalistischen Produktionsweise her zwar das Wesen der ökologischen K, ist aber nur über Fragen der globalen [[k:Klassenanalyse]] und der ökologischen Verteilungsgerechtigkeit mit der sozialen K in Verbindung zu setzen. +In der neoklassischen Ökonomie werden soziale und ökologische Folgen der gesellschaftlichen Produktion, die nicht monetär erfasst werden, bzw. Kosten, die in der Wirtschaftsrechnung der sie verursachenden Betriebe nicht auftauchen und auf Dritte abgewälzt werden, als externe Kosten bezeichnet. Erste Versuche zur Darstellung der Ursachen und Wirkungen externer Kosten gehen auf Alfred Marshall (1890) und Arthur C. Pigou (1920) zurück. Externe Kosten spielen zwar in der neoklassischen Umweltökonomie eine größere Rolle, sie haben jedoch nicht die Bedeutung, die ihnen zukommt, obwohl es in dieser Schule inzwischen unstrittig ist, dass »externe Kosten als eine der wesentlichen Ursachen der Umweltzerstörung in marktwirtschaftlichen wie planwirtschaftlichen Systemen angesehen werden müssen« (Wicke 1993). In Abgrenzung zur Neoklassik misst die institutionelle Ökonomie dem Phänomen externer Kosten deutlich größere Bedeutung bei. Karl William Kapp (1950) hat dazu erste zukunftsweisende Überlegungen geliefert. Bei Marx und in den klassischen [[i:Imperialismus]]theorien werden Teilaspekte der K im Zusammenhang mit dem [[a:Ausbeutung]]sbegriff thematisiert, ohne jedoch K als eigenständige [[k:Kategorie]] in Betracht zu ziehen. Marx’ <!--[-->[[m:Metapher|metaphorisch]]<!--]--> erscheinender [[b:Begriff]] der »[[e:Exkremente der Produktion]]« (vgl. Czeskleba-Dupont 1997) erfasst von der Analyse der kapitalistischen Produktionsweise her zwar das Wesen der ökologischen K, ist aber nur über Fragen der globalen [[k:Klassenanalyse]] und der ökologischen Verteilungsgerechtigkeit mit der sozialen K in Verbindung zu setzen. 
    
  

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