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k:korporatismus [2015/05/26 13:08]
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k:korporatismus [2018/02/26 21:29] (aktuell)
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 K ist als ökonomisches, politisches und ideologisches Phänomen von vielen Seiten diskutiert. Im Kontext des historischen Materialismus wurde es als theoretische Strömung, politische [[b:Bewegung]], politisches Regime, System industrieller Beziehungen oder als essenziell bürgerliche bzw. kleinbürgerliche Ideologie betrachtet. Ziehen wir andere Ansätze hinzu, gewinnt es an Vielschichtigkeit und Mehrdeutigkeit. K ist als ökonomisches, politisches und ideologisches Phänomen von vielen Seiten diskutiert. Im Kontext des historischen Materialismus wurde es als theoretische Strömung, politische [[b:Bewegung]], politisches Regime, System industrieller Beziehungen oder als essenziell bürgerliche bzw. kleinbürgerliche Ideologie betrachtet. Ziehen wir andere Ansätze hinzu, gewinnt es an Vielschichtigkeit und Mehrdeutigkeit.
  
-Von einem normativen oder strategischen Standpunkt wurde der K – im Rätekommunismus, Syndikalismus, Funktionalen Sozialismus oder Gilden-Sozialismus – in sozialistische Grundsatzprogramme integriert, in sozialdemokratische Programme fand er als konzertierte Aktion zwischen Staat, [[g:Gewerkschaften]] und Unternehmerverbänden, als betriebliche Mitbestimmung und in anderen Formen der Klassenkollaboration Eingang. Der K wurde für eine erste Grundlage organisierter ökonomischer Planung zur Koordinierung der [[a:Arbeitsteilung]] oder einer auch als »Korporativismus« bezeichneten politischen Repräsentationsform gehalten. In diesen unterschiedlichen Bezügen hat K, sei es als untergeordneter oder vorrangiger Aspekt gesellschaftlicher Verhältnisse, formbestimmte Effekte auf die klassenspezifischen [[k:Kräfteverhältnis]]se bzw. die Reproduktion ökonomischer [[a:Ausbeutung]] und politischer [[h:Herrschaft]]. Sie sind wichtige Themen der kritischen Literatur. +Von einem normativen oder strategischen Standpunkt wurde der K – im Rätekommunismus, Syndikalismus, Funktionalen Sozialismus oder Gilden-Sozialismus – in sozialistische Grundsatzprogramme integriert, in sozialdemokratische Programme fand er als konzertierte Aktion zwischen Staat, [[g:Gewerkschaften]] und Unternehmerverbänden, als betriebliche <!--[-->[[m:Mitbestimmung|Mitbestimmung]]<!--]--> und in anderen Formen der Klassenkollaboration Eingang. Der K wurde für eine erste Grundlage organisierter ökonomischer Planung zur Koordinierung der [[a:Arbeitsteilung]] oder einer auch als »Korporativismus« bezeichneten politischen Repräsentationsform gehalten. In diesen unterschiedlichen Bezügen hat K, sei es als untergeordneter oder vorrangiger Aspekt gesellschaftlicher Verhältnisse, formbestimmte Effekte auf die klassenspezifischen [[k:Kräfteverhältnis]]se bzw. die Reproduktion ökonomischer [[a:Ausbeutung]] und politischer [[h:Herrschaft]]. Sie sind wichtige Themen der kritischen Literatur. 
    
  

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