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Finanzmärkte []

Finanzmärkte

A: aswāq mālīya. - E: financial markets. – F: marchés financiers. – R: finansovye rynki. – S: mercados financieros. – C: jinrong shichang

Jörg Huffschmid

HKWM 4, 1999, Spalten 535-548

F entstehen überall dort, wo die vielfältigen Interessen von Kapitalanlegern und -nachfragern aufeinandertreffen, z.B. im Schalterraum einer Bank, auf der Börse, im elektronischen Handel mit Währungen oder im Büro einer Unternehmung, wenn ein neuer Gesellschafter seine Geschäftseinlage tätigt. – F erscheinen seit den 1980er Jahren in der öffentlichen Diskussion zunehmend als anonyme und allmächtige Subjekte, deren Funktion es ist, ökonomische Gesetze zu exekutieren. Sie beurteilen und testen wirtschaftliche Situationen und wirtschaftspolitische Maßnahmen, bestrafen bestimmte politische Entscheidungen und belohnen andere. Gegenüber den F ist Politik machtlos, sie muss sich bei Strafe des Scheiterns ihren Geboten anpassen. F treten so zunehmend an die Stelle demokratischer Diskussions- und Entscheidungsprozeduren. Sie sind – als reale Mystifikationen bestehender Klassen- und Herrschaftsverhältnisse – insofern Bestandteil des neoliberalen Projektes der Gegenreform, das seit Mitte der 1970er Jahre die Welt überzieht.

[…] Da F in ihrer aktuellen Dimension, Dominanz und Fragilität einerseits keine sachnotwendigen Produkte kapitalistischer Entwicklung, andererseits jedoch schädlich für die gesamtwirtschaftliche und soziale Entwicklung sind, besteht die Möglichkeit der politischen Gestaltung. Langfristig geschieht dies am besten durch eine umfassende internationale wirtschaftspolitische Kooperation für Vollbeschäftigung, gerechte Einkommensverteilung und ökologischen Umbau, weil dies die Perspektiven für Finanzspekulation und Kapitalflucht weltweit unattraktiv macht. Kurzfristig können aber auch ökonomische oder administrative Maßnahmen der Finanzaufsicht (Begrenzung der Kreditvergabe und des Derivathandels) und Einschränkung der Kapitalmobilität (z.B. durch die Tobin-Steuer oder administrative Kapitalverkehrsbeschränkungen) wirksame Schritte zur Kontrolle der F sein.

Akkumulation, Bank, Börse, Distribution, Dritte Welt, Entbettung, fiktives Kapital, Finanzkapital, Finanzkrise, Geld, Gerechtigkeit, Internet, Kapital, Kapitalismus, Konzentration und Zentralisation des Kapitals, Kasino-Kapitalismus, Keynesianismus, klassische politische Ökonomie, Kredit, Krise, Markt, Neoliberalismus, neue Weltwirtschaftsordnung, Profit, Redistribution, Spekulation, Steuerstaat, Überakkumulation, Wirtschaftskrise, Wohlfahrtsstaat, Zentralbank, Zins

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f/finanzmaerkte.txt · Zuletzt geändert: 2015/03/26 23:07 (Externe Bearbeitung)     Nach oben
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