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griechische Antike []

griechische Antike

A: al-‛uṣūr al-iǧrīqīya al-qadīma. – E: Greek antiquity. – F: antiquité grecque. – R: greckij antičnyj mir. – S: antigüedad griega. – C: xila gudai

Georgios Iliopoulos

HKWM 5, 2001, Spalten 977-984

Marx und Engels wuchsen in einer Zeit klassisch-humanistisch geprägter bürgerlicher Bildung auf. Altgriechische philosophische Konzeptionen drangen von Anfang an in die Werkstatt ihrer Begrifflichkeit ein und prägten bedeutende Aspekte ihres Werkes. Ihrer Rezeption der gA kommt daher bei der Rekonstruktion ihrer Auffassungen ein hoher Stellenwert zu. Für Marx sind vor allem die von Epikur und Aristoteles ausgehenden Impulse wichtig. Die Relevanz des altgriechischen Gedankenguts ist v.a. im ethisch-politischen Denken und in der KrpÖ lokalisierbar.

Griechische Philosophie und Kultur stellten einen festen Bezugspunkt in den theoretischen Vorstößen des 19. Jh. dar, v.a. was die klassische deutsche Philosophie und die Romantik betrifft. Das Ausmaß dieser Hinwendung zur gA kann nicht hoch genug eingeschätzt werden und bleibt erklärungsbedürftig (Mewes 1992). Eine wichtige Rolle dürfte die Reaktion auf die französische Restitution römisch-republikanischer Werte und Symbole gespielt haben. In Deutschland ist die gegenläufige Wiederbelebung und Verklärung des Griechentums jedoch schon vor der Französischen Revolution in der ästhetischen Theorie Winckelmanns angebahnt. Die Rolle dieses Rückgriffs für das Imaginäre der bürgerlichen Bewegungen hat zuerst Marx einprägsam geschildert (…). Franz Mehring (…) und Georg Lukács (…) sahen in der deutschen Griechen-Renaissance eine kulturelle Vorbereitung der bevorstehenden bürgerlichen Revolution. Die meisten deutschen Entwürfe forderten nicht die Rückkehr zu einer untergegangenen Welt, sondern die Verwirklichung eines aus der Antike geschöpften Ideals. Dies beruhte auf der Annahme der Vereinbarkeit griechischer und christlicher Werte. Rückprojektionen und zuweilen eigenwillige Umdeutungen waren dabei unvermeidlich; eine Aufwertung der christlichen Vorsehung und ihre Verknüpfung mit Elementen griechischer Teleologie (besonders bei Lessing und Hölderlin …) weist sowohl auf die Integrationskraft als auch auf die Grenzen der Bewegung hin. Die idealisierte antike Einheit von individuellem und gemeinschaftlichem Leben wurde der Zerissenheit der modernen Welt entgegengestellt. Dieses Motiv klingt bei Marx nach, jedoch ohne verjenseitigte Religion (…) und verklärte Staatsmacht.

Aufklärung, Dialektik, ethisch-politisch, Feuerbach-Thesen, Formationenfolge/vorkapitalistische Gesellschaftsformationen, Formationstheorie, Glück, Grundeigentum, Hegelianismus, Materialismus, Philosophie, Praxis, Produktionsweise (antike), Sklaverei/Sklavenhaltergesellschaft

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g/griechische_antike.txt · Zuletzt geändert: 2013/01/18 19:19 (Externe Bearbeitung)     Nach oben
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