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Landschaft []

Landschaft

A: manẓar ṭabī'ī, ar-rīf. – E: landscape. – F: paysage. - R: landšaft. – S: paisaje. – C: fengjing 风景

Bruno Flierl

HKWM 8/I, 2012, Spalten 688-691

L wird für gewöhnlich begriffen als geographisch relevanter Raumausschnitt der vom Menschen praktisch angeeigneten und ästhetisch wahrgenommenen Erdoberfläche bzw. Erdgegend – charakterisiert in vielfältiger Differenzierung wie z.B. Natur-L, Kultur-L, Industrie-L, Stadt-L, Gebirgs-L, Fluss-L usw., auch nach darauf bezogenen menschlichen Tätigkeiten wie z. B. L-Malerei, L-Gestaltung usw.

Ein marxistischer L-Begriff stammt von Lothar Kühne: »L ist stets gesellschaftlich gewordener Raum, aber für das Individuum nur durch sein eigenes Werden wirklich. Es muss den eigenen Reichtum herausarbeiten, um den L gewordenen Reichtum sich anzueignen, es findet keine Grenze, die es in den eigenen Raum zurückweist, weil es die Grenze seines Raumes als L nur durch sein Übergehen, durch die Entfaltung seiner Individualität als welthistorische Universalität bilden kann.« (1974/1985)

Das Verständnis für einen solchen Begriff von L blieb vielen Zeitgenossen Kühnes verschlossen, sofern sie seine Gedanken über Raum und Reichtum, Individualität und Universalität nicht genügend kannten oder kennen konnten, da diese wegen eines zeitweise in der DDR verhängten Publikationsverbots nicht zugänglich waren. Der Begriff Raum war für Kühne eine zentrale Kategorie des gesellschaftlichen Lebens der Menschen in der Zeit: »Die räumliche Umwelt als das grundlegende Moment der materiellen Lebensbedingungen ist für die Menschen nicht einfach durch die Natur an sich gesetzt, sondern in Natur objektiviertes gesellschaftliches Verhältnis. Sie ist nicht nur die Grundlage und die passive Vermittlung der gesellschaftlichen Lebensweise der Menschen, sondern ein wesentlicher Faktor ihrer Formierung.« (…) Deshalb interessierte ihn nicht nur die gesellschaftliche Dimension des Räumlichen, sondern stets auch die räumliche Dimension des Gesellschaftlichen. Denn in diesem Beziehungsfeld sah er die Quelle des Reichtums, und zwar Reichtum, wie Marx ihn verstand: nicht in der bornierten Form des bürgerlichen Reichtums, sondern als die »im universellen Austausch erzeugte Universalität der Bedürfnisse, Fähigkeiten, Genüsse, Produktivkräfte etc. der Individuen«, die »volle Entwicklung« der Herrschaft des Menschen »über die Naturkräfte, die der sog. Natur sowohl wie seiner eignen Natur«, das »absolute Herausarbeiten seiner schöpferischen Anlagen«, wo er »in der absoluten Bewegung des Werdens« ist (1985; Gr).

Architektur, Ästhetik, Bedürfnis, Befriedigung, Destruktivkräfte, Dorfgemeinschaft, Elemente der neuen Gesellschaft, Erde, Gemeinschaft, Gemeinwesen, Gesellschaft, Gesellschaftsformation, globale Stadt, Haus, Individuum, Industriegesellschaft, Klima, Kommunismus, Kultur, Lebensweise, Lebensbedingungen, Materialismus (geographischer), Naturverhältnisse (gesellschaftliche), Ökologie, Raum, Region, Reichtum, Ressourcen, Rotes Wien, Stadt, Stadt/Land, Städtebau, Stoffwechsel, Umwelt, Unbewohnbarkeit, Universalismus, Urbanität, Utopie, Verkehrsverhältnisse, Wohnungsfrage

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l/landschaft.txt · Zuletzt geändert: 2013/03/16 15:35 von christian     Nach oben
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