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k:kulturarbeit [2013/03/16 15:20]
christian
k:kulturarbeit [2018/02/26 21:29] (aktuell)
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-»K ist die Gestaltung gesellschaftlicher und ästhetischer Prozesse«, definiert Wikipedia (Febr. 2012). Der unkritischen Entgrenzung, die schlechthin alles als Resultat von K begreift – das KZ, den Krieg, die schöne Literatur –, folgt die kapitalkonforme Schrumpfung, wonach K als Kulturmanagement zu verstehen ist, begleitet von Projektmanagement, Fundraising, Kulturmarketing usw. Hier geht es um die Herstellung einer Ware, die abgesetzt werden muss. Damit verschwindet der Unterschied zu »<!--[-->[[k:Kulturindustrie|Kulturindustrie]]<!--]-->«. Im Folgenden hingegen interessiert K vor allem in einer Perspektive von unten. Im Widerspruch zwischen einem Markt, der ein zahlungskräftiges Publikum fordert, und einer (Kultur-)Politik, die nur fördert, was als besonders ›wertvoll‹ die offizielle Anerkennung bereits gefunden hat, sieht sich demokratisch-emanzipatorische K auf unterschiedliche gesellschaftliche ›Orte‹ verwiesen – auf <!--[-->[[g:Gewerkschaften|Gewerkschaften]]<!--]-->, Kirchen, soziale Bewegungen, Sportvereine, Jugendzentren, Parteien, insofern sie das Kulturelle »im Gegensatz zu jeder Unterwerfung unter fremde Zwecke« (Haug 1980/2011) und damit die Entwicklung »kultureller Selbsttätigkeit« (Maase 1978) im Blick haben. Einer so verstandenen K geht es nicht um »[[k:Kultur]] für alle« (Hoffmann 1981), sondern darum, »die reale Dynamik der monopolkapitalistischen Kultur zu begreifen und in Handlungsstrategien umzusetzen« (Dehm 1984). +»K ist die Gestaltung gesellschaftlicher und ästhetischer Prozesse«, definiert Wikipedia (Febr. 2012). Der unkritischen Entgrenzung, die schlechthin alles als Resultat von K begreift – das KZ, den Krieg, die schöne Literatur –, folgt die kapitalkonforme Schrumpfung, wonach K als Kulturmanagement zu verstehen ist, begleitet von Projektmanagement, Fundraising, Kulturmarketing usw. Hier geht es um die Herstellung einer Ware, die abgesetzt werden muss. Damit verschwindet der Unterschied zu »<!--[-->[[k:Kulturindustrie|Kulturindustrie]]<!--]-->«. Im Folgenden hingegen interessiert K vor allem in einer Perspektive von unten. Im Widerspruch zwischen einem <!--[-->[[m:Markt|Markt]]<!--]-->, der ein zahlungskräftiges Publikum fordert, und einer (Kultur-)Politik, die nur fördert, was als besonders ›wertvoll‹ die offizielle Anerkennung bereits gefunden hat, sieht sich demokratisch-emanzipatorische K auf unterschiedliche gesellschaftliche ›Orte‹ verwiesen – auf <!--[-->[[g:Gewerkschaften|Gewerkschaften]]<!--]-->, Kirchen, soziale Bewegungen, Sportvereine, Jugendzentren, Parteien, insofern sie das Kulturelle »im Gegensatz zu jeder Unterwerfung unter fremde Zwecke« (Haug 1980/2011) und damit die Entwicklung »kultureller Selbsttätigkeit« (Maase 1978) im Blick haben. Einer so verstandenen K geht es nicht um »[[k:Kultur]] für alle« (Hoffmann 1981), sondern darum, »die reale Dynamik der monopolkapitalistischen Kultur zu begreifen und in Handlungsstrategien umzusetzen« (Dehm 1984). 
  
-➫ <!--[-->[[a:Alltagsverstand|Alltagsverstand]]<!--]-->, <!--[-->[[a:Arbeiterkultur|Arbeiterkultur]]<!--]-->, [[a:Arbeiterkulturbewegung]], <!--[-->[[e:Erbe|Erbe]]<!--]-->, <!--[-->[[g:Gegenkultur|Gegenkultur]]<!--]-->, <!--[-->[[g:Gegenöffentlichkeit|Gegenöffentlichkeit]]<!--]-->, [[g:Gewerkschaften]], <!--[-->[[g:gewerkschaftliche Kampfformen|gewerkschaftliche Kampfformen]]<!--]-->, <!--[-->[[g:Gewohnheit|Gewohnheit]]<!--]-->, <!--[-->[[h:Hegemonie|Hegemonie]]<!--]-->, <!--[-->[[h:Hollywood|Hollywood]]<!--]-->, <!--[-->[[i:Intellektuelle|Intellektuelle]]<!--]-->, <!--[-->[[i:Internet|Internet]]<!--]-->, <!--[-->[[k:Kampagne|Kampagne]]<!--]-->, <!--[-->[[k:klassisch|klassisch]]<!--]-->, <!--[-->[[k:Kommunalpolitik|Kommunalpolitik]]<!--]-->, [[k:Kultur]], <!--[-->[[k:kultureller Materialismus|kultureller Materialismus]]<!--]-->, <!--[-->[[k:Kulturimperialismus|Kulturimperialismus]]<!--]-->, [[k:Kulturindustrie]], <!--[-->[[k:Kulturpolitik|Kulturpolitik]]<!--]-->, <!--[-->[[k:Kulturrevolution|Kulturrevolution]]<!--]-->, <!--[-->[[l:lesende Arbeiter|lesende Arbeiter]]<!--]-->, Massenkultur, oben/unten, Öffentlichkeit, organische Intellektuelle, Persönlichkeit (allseits entwickelte), Politik des Kulturellen, Popularkunst, Popularliteratur, popular-national, proletarische Arbeiterbildung, proletarische Erziehung, Proletkult, Propaganda/Agitation, Subjekt, Subkultur, visuelle Kultur, Volkskultur im Kapitalismus, Volkskultur (vorkapitalistische), Zivilgesellschaft, Zweite Kultur+➫ <!--[-->[[a:Alltagsverstand|Alltagsverstand]]<!--]-->, <!--[-->[[a:Arbeiterkultur|Arbeiterkultur]]<!--]-->, [[a:Arbeiterkulturbewegung]], <!--[-->[[e:Erbe|Erbe]]<!--]-->, <!--[-->[[g:Gegenkultur|Gegenkultur]]<!--]-->, <!--[-->[[g:Gegenöffentlichkeit|Gegenöffentlichkeit]]<!--]-->, [[g:Gewerkschaften]], <!--[-->[[g:gewerkschaftliche Kampfformen|gewerkschaftliche Kampfformen]]<!--]-->, <!--[-->[[g:Gewohnheit|Gewohnheit]]<!--]-->, <!--[-->[[h:Hegemonie|Hegemonie]]<!--]-->, <!--[-->[[h:Hollywood|Hollywood]]<!--]-->, <!--[-->[[i:Intellektuelle|Intellektuelle]]<!--]-->, <!--[-->[[i:Internet|Internet]]<!--]-->, <!--[-->[[k:Kampagne|Kampagne]]<!--]-->, <!--[-->[[k:klassisch|klassisch]]<!--]-->, <!--[-->[[k:Kommunalpolitik|Kommunalpolitik]]<!--]-->, [[k:Kultur]], <!--[-->[[k:kultureller Materialismus|kultureller Materialismus]]<!--]-->, <!--[-->[[k:Kulturimperialismus|Kulturimperialismus]]<!--]-->, [[k:Kulturindustrie]], <!--[-->[[k:Kulturpolitik|Kulturpolitik]]<!--]-->, <!--[-->[[k:Kulturrevolution|Kulturrevolution]]<!--]-->, <!--[-->[[l:lesende Arbeiter|lesende Arbeiter]]<!--]-->, <!--[-->[[m:Massenkultur|Massenkultur]]<!--]-->, oben/unten, Öffentlichkeit, organische Intellektuelle, Persönlichkeit (allseits entwickelte), Politik des Kulturellen, Popularkunst, Popularliteratur, popular-national, proletarische Arbeiterbildung, proletarische Erziehung, Proletkult, Propaganda/Agitation, Subjekt, Subkultur, visuelle Kultur, Volkskultur im Kapitalismus, Volkskultur (vorkapitalistische), Zivilgesellschaft, Zweite Kultur
  
  
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