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 Für Sartre ist K ein entfremdetes soziales Objekt. K.e sind »Systeme, Apparate und Instrumente, die zugleich reale, materielle [[e:Existenz]]grundlagen besitzende Objekte sind, und //Prozesse//, die – in der [[g:Gesellschaft]] und oft gegen sie – Zwecke verfolgen, die niemandes mehr sind« (1960/1999). In ihrer materiellen Gegenständlichkeit formieren sie menschliche Beziehungen – Gebäude ([[k:Kirche]], Schule, Amt), Straßen, Plätze; Maschinen, Flugzeuge, der 7-Uhr-51er-Bus; Massenmedien, der 50-Euro-Schein, Statuten, Karteikarten, Vereinslokale etc. Entfremdete soziale Objekte bilden das »praktisch-inerte Feld«. Auch die [[f:Familie]] ist ein K, elementar vereinigt durch die gemeinsame Wohnung. K.e sind passiv und von außen vereinigt, sie können auch geistige Gebilde sein wie »der [[i:Idealismus/Materialismus|Idealismus]]« (dessen träge Materialität z.B. in gewissen Büchern oder Institutsräumen besteht) oder [[h:Herrschaft]]sideologien wie der Rassismus, der in Gesprächen und Praktiken sich materialisiert. […] Für Sartre ist K ein entfremdetes soziales Objekt. K.e sind »Systeme, Apparate und Instrumente, die zugleich reale, materielle [[e:Existenz]]grundlagen besitzende Objekte sind, und //Prozesse//, die – in der [[g:Gesellschaft]] und oft gegen sie – Zwecke verfolgen, die niemandes mehr sind« (1960/1999). In ihrer materiellen Gegenständlichkeit formieren sie menschliche Beziehungen – Gebäude ([[k:Kirche]], Schule, Amt), Straßen, Plätze; Maschinen, Flugzeuge, der 7-Uhr-51er-Bus; Massenmedien, der 50-Euro-Schein, Statuten, Karteikarten, Vereinslokale etc. Entfremdete soziale Objekte bilden das »praktisch-inerte Feld«. Auch die [[f:Familie]] ist ein K, elementar vereinigt durch die gemeinsame Wohnung. K.e sind passiv und von außen vereinigt, sie können auch geistige Gebilde sein wie »der [[i:Idealismus/Materialismus|Idealismus]]« (dessen träge Materialität z.B. in gewissen Büchern oder Institutsräumen besteht) oder [[h:Herrschaft]]sideologien wie der Rassismus, der in Gesprächen und Praktiken sich materialisiert. […]
  
-Die Alternative zum seriellen K, das von außen und passiv vereinigt wird, ist die Gruppe. Sie »definiert sich durch ihr Unternehmen und jene konstante Integrationsbewegung, die aus ihr eine reine Praxis machen will, indem sie alle [[f:Form]]en der Trägheit in sich zu unterdrücken versucht« (...). Gruppen konstituieren sich im Augenblick der Gefahr und müssen sich gegen die äußere Bedrohung behaupten. Die gemeinsame Praxis ist der Blitz, der das K zerreißt (...). Im Gründungsakt der Gruppe geschieht die »Entdeckung einer furchtbaren gemeinsamen [[f:Freiheit]]« (...). +Die Alternative zum seriellen K, das von außen und passiv vereinigt wird, ist die Gruppe. Sie »definiert sich durch ihr Unternehmen und jene konstante Integrationsbewegung, die aus ihr eine reine Praxis machen will, indem sie alle [[f:Form|Formen]] der Trägheit in sich zu unterdrücken versucht« (...). Gruppen konstituieren sich im Augenblick der Gefahr und müssen sich gegen die äußere Bedrohung behaupten. Die gemeinsame Praxis ist der Blitz, der das K zerreißt (...). Im Gründungsakt der Gruppe geschieht die »Entdeckung einer furchtbaren gemeinsamen [[f:Freiheit]]« (...). 
    
  

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k/kollektiv_gruppe.txt · Zuletzt geändert: 2018/03/07 14:21 von flo     Nach oben
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