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k:kapitalismen [2011/04/11 17:49]
christian
k:kapitalismen [2015/03/26 23:07] (aktuell)
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 Die Existenz synchron unterscheidbarer [[f:Form]]en des [[k:Kapitalismus]] ist in der marxistischen Theorietradition ein stets präsentes Thema, das aber keineswegs schon ausreichend theoretisch ausgeleuchtet ist. So bildet das [[k:Kapital]] und mit ihm die Strukturen und Entwicklungsgesetze einer singulären kapitalistischen Produktionsweise den eigentlichen Hauptgegenstand der marxschen KrpÖ. Analysen konkreter Entwicklungstendenzen der kapitalistischen Produktionsweise jedoch operieren mit dem Plural, als Analysen von »Gesellschaften, in welchen [[k:kapitalistische Produktionsweise]] herrscht« (//K I//). Das Verhältnis von herrschafts- und weltmarktvermittelter Angleichung und der Differenzierung entlang wechselnder Formen [[i:internationale Arbeitsteilung|internationaler Arbeitsteilung]] sowie spezifischer nationaler [[k:Kräfteverhältnis]]se, Fragmentierungen und [[k:Kompromiss]]e bleibt dabei unklar. Dieser Zusammenhang ist jedoch wesentlich für die Einschätzung kapitalistischer Entwicklung und politischer Eingriffmöglichkeiten. Die Pluralbildung »K«, die die unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Formen der kapitalistischen Produktionsweise zum Ausdruck bringt, findet sich bei Marx und in der marxistischen Tradition nicht. Die Existenz synchron unterscheidbarer [[f:Form]]en des [[k:Kapitalismus]] ist in der marxistischen Theorietradition ein stets präsentes Thema, das aber keineswegs schon ausreichend theoretisch ausgeleuchtet ist. So bildet das [[k:Kapital]] und mit ihm die Strukturen und Entwicklungsgesetze einer singulären kapitalistischen Produktionsweise den eigentlichen Hauptgegenstand der marxschen KrpÖ. Analysen konkreter Entwicklungstendenzen der kapitalistischen Produktionsweise jedoch operieren mit dem Plural, als Analysen von »Gesellschaften, in welchen [[k:kapitalistische Produktionsweise]] herrscht« (//K I//). Das Verhältnis von herrschafts- und weltmarktvermittelter Angleichung und der Differenzierung entlang wechselnder Formen [[i:internationale Arbeitsteilung|internationaler Arbeitsteilung]] sowie spezifischer nationaler [[k:Kräfteverhältnis]]se, Fragmentierungen und [[k:Kompromiss]]e bleibt dabei unklar. Dieser Zusammenhang ist jedoch wesentlich für die Einschätzung kapitalistischer Entwicklung und politischer Eingriffmöglichkeiten. Die Pluralbildung »K«, die die unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Formen der kapitalistischen Produktionsweise zum Ausdruck bringt, findet sich bei Marx und in der marxistischen Tradition nicht.
  
-Der Rede von »K« bzw. »varieties of capitalism« (»Spielarten des Kapitalismus«) erlangte erst im Rahmen einer institutionalistisch orientierten, weitgehend nicht-marxistischen Politischen Ökonomie einen prominenten Stellenwert. Dahinter steht die Vorstellung, dass nach 1989 der »Sieg des Kapitalismus« eine weltökonomische Konstellation entstehen ließ, die einen »neuen ideologischen Kampf« eröffnet, »den nicht mehr der Kapitalismus und der [[k:Kommunismus]] austragen, sondern das neo-amerikanische und das rheinische Modell des Kapitalismus« (Albert 1992). Damit wurde der Zusammenhang kapitalistischer [[g:Globalisierung]] dethematisiert und der Blickwinkel auf nationale Entwicklungsmodelle verengt. Intensive Rezeption erfuhren diese Konzepte, als mit der Schwächung der institutionellen Macht sowohl der politischen Organisationen der [[a:Arbeiterbewegung]] als auch der [[g:Gewerkschaften]] in den Ländern des ›rheinischen Kapitalismus‹ spätestens in den 1990er Jahren die Frage nach der Zukunft »[[h:historischer Kompromiss]]e« zwischen Kapital und [[a:Arbeit]] aufgeworfen wurde. +Der Rede von »K« bzw. »varieties of capitalism« (»Spielarten des Kapitalismus«) erlangte erst im Rahmen einer institutionalistisch orientierten, weitgehend nicht-marxistischen Politischen Ökonomie einen prominenten Stellenwert. Dahinter steht die Vorstellung, dass nach 1989 der »Sieg des Kapitalismus« eine weltökonomische Konstellation entstehen ließ, die einen »neuen ideologischen Kampf« eröffnet, »den nicht mehr der Kapitalismus und der [[k:Kommunismus]] austragen, sondern das neo-amerikanische und das rheinische Modell des Kapitalismus« (Albert 1992). Damit wurde der Zusammenhang kapitalistischer [[g:Globalisierung]] dethematisiert und der Blickwinkel auf nationale Entwicklungsmodelle verengt. Intensive Rezeption erfuhren diese Konzepte, als mit der Schwächung der institutionellen <!--[-->[[m:Macht|Macht]]<!--]--> sowohl der politischen Organisationen der [[a:Arbeiterbewegung]] als auch der [[g:Gewerkschaften]] in den Ländern des ›rheinischen Kapitalismus‹ spätestens in den 1990er Jahren die Frage nach der Zukunft »[[h:historischer Kompromiss]]e« zwischen Kapital und [[a:Arbeit]] aufgeworfen wurde. 
    
  
-➫ [[e:Entwicklung]], [[e:Epoche]],  [[f:Fordismus]],  [[f:Formationstheorie]],  [[g:Gesellschaftsformation]], [[g:Globalisierung]],  [[h:Hegemonie]],  [[h:historischer Kompromiss]],  [[i:Imperialismus]], [[i:Institution]],  [[i:intensive/extensive Akkumulation]],  [[i:internationale Arbeitsteilung]],  [[i:internationale politische Ökonomie]],  [[k:Kapitalismus]], [[k:Kapitalismusentstehung]],  [[k:kapitalistische Produktionsweise]],  [[k:Konkurrenz]], [[k:Korporatismus]],  [[k:Kräfteverhältnis]],  Kritik der politischen Ökonomie, Neoliberalismus,  organisierter Kapitalismus,  passive Revolution, Periodisierung der Geschichte,  peripherer Kapitalismus, Produktionsweise,  Regulationstheorie,  ursprüngliche Akkumulation, Weltmarkt,  Weltsystem,  Weltwirtschaft +➫ [[e:Entwicklung]], [[e:Epoche]],  [[f:Fordismus]],  [[f:Formationstheorie]],  [[g:Gesellschaftsformation]], [[g:Globalisierung]],  [[h:Hegemonie]],  [[h:historischer Kompromiss]],  [[i:Imperialismus]], [[i:Institution]],  [[i:intensive/extensive Akkumulation]],  [[i:internationale Arbeitsteilung]],  [[i:internationale politische Ökonomie]],  [[k:Kapitalismus]], [[k:Kapitalismusentstehung]],  [[k:kapitalistische Produktionsweise]],  [[k:Konkurrenz]], [[k:Korporatismus]],  [[k:Kräfteverhältnis]],  <!--[-->[[k:Kritik der politischen Ökonomie|Kritik der politischen Ökonomie]]<!--]-->, Neoliberalismus,  organisierter Kapitalismus,  passive Revolution, Periodisierung der Geschichte,  peripherer Kapitalismus, Produktionsweise,  Regulationstheorie,  ursprüngliche Akkumulation, Weltmarkt,  Weltsystem,  Weltwirtschaft 
    
  
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