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-Eine der häufig verwendeten, in der Regel nirgendwo eigens geklärten topischen Metaphern (vgl. etwa ›Aufbau‹, ›[[b:Basis]]/Überbau‹, ›Oberfläche/Tiefe‹, ›[[i:innen/außen]]‹, ›oben/unten‹), in denen Denken sich organisiert, indem es Strukturen, Aspekte oder Dimensionen seines Erkenntnisobjekts räumlich ausdrückt. Sigmund Freud etwa unterscheidet bei seinem topischen [[i:Instanz]]enmodell eine Räumlichkeit »im Sinne der [[f:Funktion]]« von einer »im Sinne der anatomischen Zergliederung« und reflektiert »die Schwierigkeiten, die sich ergeben, wenn man mit der räumlichen, //topischen //Vorstellung des seelischen Geschehens Ernst machen will« (//Das Ich und das Es//). Aufgabe der [[e:Epistemologie]] ist die Klärung der Anwendbarkeit solcher Terme und der Beziehung der Denk- zu den Gegenstandsbestimmungen; nicht zuletzt hat sie die Grenzen zu analysieren, jenseits derer solche Metaphern zur Erkenntnisbarriere werden oder falsche [[e:evidenz|Evidenzen]] erzeugen. +Eine der häufig verwendeten, in der Regel nirgendwo eigens geklärten topischen <!--[-->[[m:Metapher|Metapher]]<!--]-->n (vgl. etwa ›Aufbau‹, ›[[b:Basis]]/Überbau‹, ›Oberfläche/Tiefe‹, ›[[i:innen/außen]]‹, ›oben/unten‹), in denen Denken sich organisiert, indem es Strukturen, Aspekte oder Dimensionen seines Erkenntnisobjekts räumlich ausdrückt. Sigmund Freud etwa unterscheidet bei seinem topischen [[i:Instanz]]enmodell eine Räumlichkeit »im Sinne der [[f:Funktion]]« von einer »im Sinne der anatomischen Zergliederung« und reflektiert »die Schwierigkeiten, die sich ergeben, wenn man mit der räumlichen, //topischen //Vorstellung des seelischen Geschehens Ernst machen will« (//Das Ich und das Es//). Aufgabe der [[e:Epistemologie]] ist die Klärung der Anwendbarkeit solcher Terme und der Beziehung der Denk- zu den Gegenstandsbestimmungen; nicht zuletzt hat sie die Grenzen zu analysieren, jenseits derer solche Metaphern zur Erkenntnisbarriere werden oder falsche [[e:evidenz|Evidenzen]] erzeugen. 
  
 Marx und Engels verwenden den Ausdruck ›E‹ nicht, doch treffen sie der Sache nach entsprechende Unterscheidungen, ›mikrologisch‹ als Analytik der Aspekte und Standpunkte, makrotheoretisch v.a. in der Basis-Überbau-Theorie. Gramscis [[h:hegemonie|Hegemonietheorie]] beruht auf der Unterscheidung zweier E.n des Überbaus bzw. der Superstrukturen. Vor allem für die [[a:Althusser-Schule]], aber auch für die von Holzkamp begründete <!--[-->[[k:Kritische Psychologie|Kritische Psychologie]]<!--]--> ist ›E‹ unverzichtbar für die Bestimmung der spezifischen Problematiken und Erkenntnisobjekte. Marx und Engels verwenden den Ausdruck ›E‹ nicht, doch treffen sie der Sache nach entsprechende Unterscheidungen, ›mikrologisch‹ als Analytik der Aspekte und Standpunkte, makrotheoretisch v.a. in der Basis-Überbau-Theorie. Gramscis [[h:hegemonie|Hegemonietheorie]] beruht auf der Unterscheidung zweier E.n des Überbaus bzw. der Superstrukturen. Vor allem für die [[a:Althusser-Schule]], aber auch für die von Holzkamp begründete <!--[-->[[k:Kritische Psychologie|Kritische Psychologie]]<!--]--> ist ›E‹ unverzichtbar für die Bestimmung der spezifischen Problematiken und Erkenntnisobjekte.

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