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Definition []

Definition

A: t‛arīf. – E: definition. – F: définition. – R: opredelenie. – S: definición. – C: dingyi

Arnold Schölzel

HKWM 2, 1995, Spalten 514-522

Der Terminus (lat. definitio, Übersetzung des griech. ὁρισμός – ursprüngl. Umgrenzung) bezeichnet vor allem Sätze, die einen Gegenstand oder einen Begriff bestimmen, sowie die Regeln für den Aufbau und die Überprüfung dieser Sätze. Für Marx stellen festlegende Wesens- und Begriffs-D.en ein Problem dar, weil sie die bewegliche Interdependenz der Gegenstände und den dialektischen Prozeß ihrer Analyse zu verfehlen drohen. Z.B. wendet er sich gegen »eine scholastische Bestimmung« der Arbeitsmittel. »Es handelt sich hier nicht um D.en, unter welche die Dinge subsumiert werden, sondern um bestimmte Funktionen, welche in bestimmten Kategorien ausgedrückt werden.« (K II) Im Herausarbeiten von Form- und Funktionsbestimmtheiten und in der genetischen Rekonstruktion entscheidet sich für ihn der Forschungsprozeß. Eine bestimmte D-Auffassung kann dabei zum Hindernis werden. Hinsichtlich der Geschichtlichkeit und des Prozeßcharakters denkt Nietzsche ähnlich: »alle Begriffe, in denen sich ein ganzer Prozess semiotisch zusammenfaßt, entziehn sich der D; definirbar ist nur Das, was keine Geschichte hat« (KSA 5). Im Vorwort zu K III wendet sich Engels gegen das »Mißverständnis, daß Marx da definieren will, wo er entwickelt, und daß man überhaupt bei Marx nach fix und fertigen, ein für allemal gültigen D.en suchen dürfe. Es versteht sich ja von selbst, daß da, wo die Dinge und ihre gegenseitigen Beziehungen nicht als fixe, sondern als veränderliche aufgefaßt werden, auch ihre Gedankenabbilder, die Begriffe, ebenfalls der Veränderung und Umbildung unterworfen sind; daß man sie nicht in starre D.en einkapselt, sondern in ihrem historischen resp. logischen Bildungsprozeß entwickelt.« (…)

Gegen den Schein des Definitiven, Praxisunabhängigen, der mit D.en einhergehen kann, bemüht sich vor allem Brecht um »praktikable D.en« (…). – Labica fragt sich, ob das Marxsche Denken als dialektisches und mithin prinzipiell antidogmatisches vereinbar ist »mit der genaugenommen ebenso offen dogmatischen Kunst der D« (KWM 1). Er sieht die Lösung darin, »den historisch-logischen Bildungsprozeß der dem marxistischen Feld entstammenden Kategorien festzustellen. So konnte man sich der widersprüchlichen Aufgabe stellen, ein Korpus von D.en hervorzubringen, die keine sind.« Dieser Status der D drückt sich im KWM darin aus, daß dieses Stichwort keinen eigenen Artikel erhält, sondern in der Einleitung abgehandelt wird.

Abbild, abstrakt/konkret, Analyse/Synthese, Anfang, Anwendung, Bedeutung, Begriff, Bestimmung/Determination, bürgerliche Gesellschaft, Determinismus, Dialektik, eingreifendes Denken, Empirie/Theorie, Formalabstraktion/Realabstraktion, Forschung/Darstellung, Genesis, Historisches/Logisches, Idealtypus,logische Methode, Methode, Rekonstruktion, Verdinglichung, Wissenschaftstheorie

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